Lernen und Leben

So lernt und lebt es sich bei uns.

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Der Gemeinsame Unterricht (GU)
von Kindern mit und ohne sonderpädagogischem
Förderbedarf

Die Integration von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf bildet ein wichtiges Element unseres Schulprofils. Von den ca. 1.200 Schülerinnen und Schülern im Schuljahr 2016/17 werden 80 Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Gemeinsamen Unterricht mit Regelschülerinnen und -schülern unterrichtet.
Zurzeit haben 18 GesamtschullehrerInnen gemeinsam mit 9 FörderschullehrerInnen die Funktion der Stammgruppenleitung übernommen. Im Fachunterricht werden inzwischen nahezu alle Kolleginnen und Kollegen der Schule eingesetzt.

Die Klassengemeinschaft als Fundament der Integrationsarbeit

Bei der Bildung der Integrationsklassen wird darauf geachtet, dass die Zusammensetzung der Gruppe von Regelschülerinnen und -schülern möglichst einer Normalverteilung wie in den übrigen Klassen entspricht. Die Teilnahme der Regelschülerinnen und -schüler am Gemeinsamen Unterricht erfolgt auf freiwilliger Basis. Es werden im Normalfall 12 Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf aufgenommen, von denen jeweils 6 einer der beiden parallelen Integrationsklassen zugewiesen werden. Im Ausnahmefall werden Förderschülerinnen und -Schüler auch in "Einzelintegration" in einer Regelklasse gefördert.
Die Basis unseres Integrationskonzepts ist die Zugehörigkeit dieser Schülergruppe zu ihrer Klassengemeinschaft. Bei aller Verschiedenheit der individuellen Fähigkeiten bildet die eigene Klasse das soziale Fundament für die persönliche Entwicklung jedes einzelnen Schülers innerhalb des Schullebens. Durch die geringe Klassenstärke (24 SchülerInnen) und die weitgehende Doppelbesetzung des Unterrichts erfahren alle Mitglieder der Stammgruppe eine intensivere Zuwendung. Das Voneinanderlernen der Schülerinnen und Schüler innerhalb der Klassengruppe ist ein entscheidender pädagogischer Faktor. Das Vorbild der sog. Regelschüler bildet einen starken Anreiz für die Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Gegenseitiges Helfen und Unterstützen, vielfältige Sozial- und Arbeitskontakte fördern die gegenseitige Anerkennung und begünstigen eine positive emotionale Entwicklung aller innerhalb der Klassengemeinschaft und schaffen damit gute Lernvoraussetzungen für alle Schülerinnen und Schüler.

Arbeit im Team

Für den Einsatz von LehrerInnen in einer integrativen Lerngruppe ist eine positive Einstellung zum Gemeinsamen Unterricht Voraussetzung für die Arbeit in diesem Bereich.
Die Notwendigkeit, im Team zusammenzuarbeiten, sollte anerkannt sein.
Während in den Regelklassen eine Gesamtschullehrerin und ein Gesamtschullehrer die Stammgruppenbetreuung übernehmen, geschieht dies in den Integrationsklassen durch eine/n Gesamtschullehrer/in, ein/e Förderschullehrer/in und eine Sozialpädagogin, die der Klasse fest zugeordnet ist. Dieses Team ist für alle Schülerinnen und Schüler der Klasse gemeinsam zuständig und führt sie - wenn irgend möglich - durch die sechs Jahre ihrer Gesamtschulzeit.
Die Klassenteams haben ihre Arbeitsplätze in den Lehrerzimmern ihres Jahrgangs, so dass informelle Absprachen jederzeit möglich sind. Eine im Stundenplan ausgewiesene wöchentliche Teamstunde ist grundsätzlich gefordert, aber aus organisatorischen Gründen nicht für alle Teams realisiert.
Der Erfolg der integrativen Arbeit ist gebunden an ein abgestimmtes pädagogisches Handeln: Das Team muss sich einstellen auf ein hohes Maß an gegenseitiger Absprache und Verständigung, was eines erheblichen zeitlichen Aufwands und einer starken Kooperationsbereitschaft bedarf.

Über das normale Maß hinaus sind Absprachen zu treffen in Bezug auf:

  • den Konsens im pädagogischen Handeln
  • die Umgangsweise mit einzelnen Schülern
  • die Entwicklung des sozialen Klimas in der Klasse
  • den Unterricht und binnendifferenzierte Lernformen
  • die Förderpläne (werden im Team besprochen und mindestens einmal jährlich fortgeschrieben)
  • Klassenaktionen und Projekte
  • die Gestaltung des Klassenraums
  • die Elternarbeit

Diese Notwendigkeit einer besonders engen Kooperation stellt hohe Anforderungen an die einzelnen Teammitglieder. Arbeit in einer Integrationsklasse, so wie wir sie in Stieghorst verstehen, bedeutet damit auch immer eine Auseinandersetzung mit der eigenen Unterrichtsarbeit. Eine begleitende Supervision wäre über einen längeren Zeitraum hinweg wünschenswert.

Organisation des Unterrichts

Die Friedrich Wilhelm Murnau-Gesamtschule Stieghorst arbeitet mit dem Modell der Doppelbesetzung, d.h. die Unterrichtsstunden werden zu einem möglichst hohen Anteil doppelt besetzt. Aufgrund personeller Begrenzung im Bereich der zugewiesenen Lehrerstunden werden auch Mitarbeiter/innen aus dem Pädagogisch Dienst für diese Aufgaben herangezogen.

Die praktische Unterrichtsarbeit steht im Spannungsfeld zwischen sozialer Integration und individueller Förderung.
Nach den Richtlinien und Lehrplänen der Gesamtschule wird so weit wie möglich themengleich, aber zieldifferent gearbeitet, dieses sollte in der Regel durch innere Differenzierung geschehen, die äußere Differenzierung hat ihre Berechtigung nur in begründeten Ausnahmefällen. Es werden anschauliche, handlungsorientierte Lehr- und Lernformen entwickelt, die nach Möglichkeit allen SchülerInnen gerecht werden:
  • gemeinsame Phasen des Unterrichts wechseln mit denen innerer und äußerer Differenzierung
  • Schülerinnen und Schüler arbeiten in Gruppen
  • Situationen offenen Lernens eröffnen individuelle Lernwege
  • Vielfältigkeit und Wechsel von Methoden ermöglichen unterschiedliche Zugänge zum gemeinsamen Thema (Hören, Schreiben, Lesen, Singen, Spielen, Handeln, Gestalten, Basteln, Konstruieren ...).

Für die Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf gelten die Richtlinien der einzelnen Förderschwerpunkte. Der individuelle Förderbedarf wird unter Einbeziehung der persönlichen Kompetenzen, die zu stärken sind, in Förderplänen beschrieben und bei der Unterrichtsplanung und -gestaltung entsprechend berücksichtigt.
Mit dem Beginn der Differenzierung in E- und G-Kurse im 7. Schuljahr treten neue Situationen auf; in der Regel werden die Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf den G-Kursen zugeordnet, die dann entsprechend doppelt besetzt sind.
In den Differenzierungskursen sollten jedoch die für Integrationsklassen geltenden Schülerrelationen (18 + 6) nicht überschritten werden.



Der pädagogisch psychologische Dienst (PPD)

Integration innerhalb des Schullebens wird in unserer Schule ganz wesentlich gefördert und bereichert durch die starke Unterstützung des gut ausgebauten Pädagogischen Dienstes.
Neben der pädagogischen Arbeit in den einzelnen Klassen bietet dieser vor allem für die Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf ein breites Freizeitangebot an.
Bei den im 9. und 10. Jahrgang eingerichteten berufsorientierenden Projekten ist jeweils mindestens eine Sozialpädagogin eingesetzt.

Integrative Berufsorientierung - Schülerfirmen

Die Jugendlichen mit besonderem Förderbedarf sind, wie alle Schülerinnen und Schüler und Schüler unserer Schule, eingebunden in ein Curriculum zur Vorbereitung auf die Berufs- und Arbeitswelt.
Um dieser Gruppe auch in den höheren Jahrgängen weiter integrative und handlungsorientierte Lernfelder zu schaffen, sind drei sog. Ernstfallprojekte eingerichtet worden. RegelschülerInnen und SchülerInnen mit besonderem Förderbedarf aus dem Wahlpflichtbereich Arbeitslehre können sich bei ihrer Schwerpunktwahl nach Klasse 7 für die Mitarbeit in Schülerbetrieben entscheiden. In den Jahrgängen 8, 9 und 10 durchlaufen sie die Schülerbetriebe: Salatbar, Cafe Pisa/ Red Pen und Murnau Works.
Die Salatbar bietet einmal in der Woche ein abwechslungsreiches Büfett an.
Red Pen und Café Pisa werden als ein Betrieb geführt:
Red Pen ist ein Schreibwarenladen, der sein umfangreiches Sortiment in den Pausen zum Verkauf anbietet.
Cafe Pisa sorgt täglich für ein gutes Pausen-Frühstücksangebot.
Murnau Works übernimmt Reparaturaufgaben für Klassenrauminventar und Aufträge für Unterrichtsmaterialien.
Die Schülerbetriebe sind aus dem Schulleben nicht mehr wegzudenken.

Perspektiven und Evaluation

In der Evaluation und Weiterentwicklung des Gemeinsamen Unterrichts sind für die kommenden Jahre folgende Schwerpunkte geplant:
  • Vergleichsstudien von Integrations- und Regelklassen in Bezug auf ausgewählte Fächer und Abschlüsse (siehe Statistik "Abschlüsse Regelkinder" im Anhang)
  • Perspektiven der SchulabgängerInnen mit sonderpädagogischem Förderbedarf nach Klasse 10 (Verantwortlich: Koordinator Integration);
  • Vernetzung der Schülerbetriebe mit der Berufsorientierung und Nutzung von Angeboten zu Tagesbetriebspraktika;
  • Das ausgeführte Konzept des Gemeinsamen Unterrichts bezieht sich auf eine Versorgung aller Integrationsklassen mit je einem/einer SonderschullehrerIn. Diese personelle Ausstattung ist schon jetzt nicht mehr gewährleistet: momentan sind 13 Integrationsklassen mit 10 FörderschullehrerInnen versorgt. Es bleibt zu befürchten, dass sich diese Situation in den nächsten Jahren verschärfen wird, so dass bzgl. dieses Problems Änderungen des Konzepts durchdacht werden müssen.

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04/2017
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