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19.03.2019

Fridays for Future oder Mathe for Future?

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Am vergangenen Freitag beteiligten sich so viele Jugendliche wie noch nie zuvor an den weltweiten Klimaprotesten. In Deutschland haben Schülerinnen und Schüler an über 200 Orten demonstriert.
Bielefeld zählte mehr als 2.500 Demonstranten. Darunter waren auch Schülerinnen und Schüler der Friedrich Wilhelm Murnau-Gesamtschule.

Entgegen abfälligen Vorurteilen haben sie sich das „Schule schwänzen“ nicht leicht gemacht. Einige entschieden sich dafür, in der Schule am Mathematik-Unterricht teilzunehmen, andere wollten ganz bewusst ihre Interessen auf der Demonstration vertreten:

„Ich finde es wichtig, hinzugehen und zu demonstrieren, weil man sich so um die Zukunft der Erde – unsere Lebensgrundlage – kümmert.“ (Justin)

„Ich bin nicht zu der Demonstration gegangen, da ich mich zuerst um meine berufliche Zukunft kümmern möchte.“ (Shilan)

„Ich bin zur Demo mitgegangen, weil ich es wichtig finde, dass die Politiker sehen, dass es mit unserer Erde nicht mehr so weiter gehen kann. Wir haben unser Leben noch vor uns und unsere Kinder und Enkel sollen auch noch leben können. Es gibt keinen Planet „B"!“ (Leonie)

„Ich bin nicht zur Demo gegangen, weil wir bald eine Mathe-Arbeit schreiben und ich deshalb den Unterricht nicht verpassen wollte. Natürlich ist es auch wichtig, sich für Maßnahmen gegen den Klimawandel einzusetzen. Aber da ich mich mit dem nächsten Zeugnis bewerben muss, ist es meiner Meinung nach besser, dass ich zum Unterricht gegangen bin.“ (Yannik)

„Ich finde es wichtig, dass man sich für die Zukunft aller einsetzt, weil nicht nur unsere persönliche Sache zählt. Deswegen bin ich froh, dass so viele Menschen gegen den Klimawandel protestiert haben.
Die Schule ist auch wichtig, aber ein, zwei Stunden kann man freitags ausfallen lassen, um sich im Interesse aller für unsere Zukunft einzusetzen.“
(Farida)

Ob man die „aufmüpfige Generation“ lobt und unterstützt oder sie skeptisch und kritisch betrachtet, die Proteste der Klimaschützer sind nicht mehr zu überhören und erzwingen eine gesellschaftliche Auseinandersetzung.