Aktuelles

Damit Sie auf dem neuesten Stand bleiben.

hero_hr
01.02.2020

Organspende: Widerspruchslösung vs. Entscheidungslösung

gefällt mir

 

 

Textdiv
FotosSCHA



Die Projekttage unserer Schule handelten von dem Thema „Das Eigene & Das Fremde“.
Dazu haben wir uns von der Sozialwissenschaften-Gruppe zusammen mit Herrn Scholz und Frau Thies über das momentan in der Politik diskutierte Thema Organspende auseinandergesetzt.


Dabei wird zwischen der doppelten Widerspruchslösung und der Entscheidungslösung unterschieden. Hierzu haben wir die Politiker Jens Teutrine von der FDP, Sven Frischemeier von der SPD, Jana Bohne von den Grünen und Dominik Goertz von den Linken in die Schule eingeladen.

Bei der Widerspruchslösung ist jeder in Deutschland lebende Mensch als Organspender*in eingetragen und kann sich jeder Zeit austragen lassen, wobei man bei der Entscheidungslösung selbst zu dem Entschluss kommen kann, Organspender*in zu werden.
Zuerst haben wir unsere eigene Meinung zu dem Thema in einer Entscheidungslinie dargestellt und einen kurzen Film zur Herztransplantation geschaut.

Anschließend haben wir uns zu dem Thema Organspende informiert und dazu Plakate erstellt.
Dabei haben wir uns bei den Plakaten auf die Aspekte Zahlen und Fakten, den Voraussetzungen vom Hirntod, den Ablauf der Organspende und den gesetzlichen Grundlagen fokussiert. Diese haben wir in unseren kleinen Gruppen der gesamten Gruppe vorgestellt.

Danach haben wir eine uns zugeteilte Meinung vertreten und zu dieser stärkende Argumente herausgeschrieben. Dazu haben wir dann in kleineren Gruppen Diskussionen geführt, indem wir unsere Argumente angeführt haben, welche von dem gegenüber entkräftet wurden. Daraufhin haben wir dann unsere Position gewechselt und Argumente zu dieser Position angeführt.

Am nächsten Tag haben wir uns auf das Gespräch mit den Politikern vorbereitet.
Zuerst haben wir den Politikern unser Projekt vorgestellt und ihnen einen Einblick in unsere bereits gewonnenen Erkenntnisse gegeben. Danach begann die Diskussionsrunde, in der die Politiker ihre eigene Meinung vertraten und nicht die ihrer Partei.

Der Politiker von der FDP plädiert eine verpflichtende Entscheidungslösung; die Grünen präferieren die doppelte Widerspruchslösung und die SPD sprechen der Entscheidungslösung zu, wobei der Politiker der Linken die doppelte Widerspruchslösung vertritt.

Jedoch sind die Politiker mit den Entwürfen der doppelten Widerspruchslösung als auch mit dem der Entscheidungslösung zufrieden und würden dieser in einigen Aspekten noch überarbeiten.

Dabei wurden zu der Entscheidungslösung auf der Pro-Seite die Argumente angebracht, dass es freiwillig sei, jeder Mensch ein Recht auf eine Selbstbestimmung auf seinen Körper hat und diese Lösung keine Verletzung der Menschenwürde sei. Dahingegen wurden auf der Kontra-Seite die Argumente angebracht, dass es zu wenig Spenderorgane in Deutschland gibt, und die Menschen mehr über das Thema informiert werden sollten.

Zuletzt haben wir eine offene Fragerunde eröffnet, in der wir Schüler und auch die Lehrer zusätzliche Fragen an die Politiker stellen konnten. Diese wurden von ihnen beantwortet.

[Den Bericht haben unsere Schülerinnen Sevda Gören und Canan-Marie Bokermann (EF) geschrieben. Vielen Dank!]