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28.11.2019

Dimension 21: Abitur - und wie weiter?

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TextJÄNT
FotosROHM



Eva-Maria Haß und Osman Karabel haben klare Ziele vor Augen.
„Ich möchte Sportwissenschaft entweder an der Uni studieren oder dies in der Bundeswehr machen“, sagt die 17-jährige Eva. „Ich möchte etwas mit Immobilien machen“, so der 17-jährige Osman.

Sich über den Weg zu diesem Berufswunsch klar zu werden, dabei hat ihnen auch das Projekt „Abitur – und wie weiter?“ geholfen, das alljährlich von der Dimension 21 GmbH an der Friedrich Wilhelm Murnau-Gesamtschule in Stieghorst durchgeführt wird, und zum zweiten Mal von der Osthushenrich-Stiftung finanziell unterstützt wird.


3475 € stellt die Stiftung mit Sitz in Gütersloh, die die Bildung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen in Ostwestfalen-Lippe fördert, dafür zur Verfügung. „Wir setzen uns für die Berufsfindung ein, damit die Kinder in einen passenden Beruf kommen, an dem sie Spaß und in dem sie auch länger arbeiten können“, erklärt Dr. Ulrich Hüttemann vom Stiftungs-Vorstand das Engagement. Und angesichts einer sich immer schneller verändernden Berufswelt und einer steigenden Zahl von Studienabbrecher wird dieses Ziel immer wichtiger.

Damit sich Jugendliche schon frühzeitig Gedanken darüber machen, in welchem Bereich sie nach ihrem Abschluss einmal arbeiten können und wollen, gibt es an der Friedrich Wilhelm Murnau-Gesamtschule zahlreiche Unterstützungsangebote. „An unserer Gesamtschule ist das Thema Berufsfindung vielleicht noch wichtiger als an anderen Schulen. Viele Schülerinnen und Schüler kommen aus bildungsfernen Familien und sind oftmals die ersten in ihrer Familie, die nach der Ausbildung eine akademische Ausbildung anstreben“, sagt Frank Ziegler, der Schulleiter der Gesamtschule.

Ein Baustein ist seit 2009 das Projekt „Abitur – wie weiter?“, das alle Schülerinnen und Schüler der Q1 durchlaufen. Seit nunmehr zwei Jahren fördert die Osthushenrich-Stiftung dieses Projekt. Durchgeführt wird es von einem professionellen Berater- und Trainerteam.

Start für die Q1 war am 03. September. In Workshops haben die Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs sich dabei mit ihren jeweiligen Stärken und Fähigkeiten auseinandergesetzt und sich „ihrem“ Berufswelt angenähert.
Am 27. November gab es dann weitere Einzelgespräche, auf die sich die Schülerinnen und Schüler vorbereiten mussten, um ihre individuellen Ziele herauszuarbeiten.
Im nächsten Schritt folgen dann Ende Januar Besuche unter anderem an der Fachhochschule Bielefeld, der Uni Bielefeld und in Berufsberatungszentren, erläutert Julia Hofemann, Koordinatorin der Studien- und Berufsorientierung der Sekundarstufe II.

Ziel müsse aber nicht unbedingt ein Studium sein, die Orientierung hin zu einer Ausbildung sei ebenso möglich, betont Schulleiter Frank Ziegler.