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18.10.2022

Besuch an der Soldatengedenkstätte und Bergen Belsen

 

 

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FotosBÖRM





Am 18. Oktober 2022, fuhr unsere Klasse, die 10F, gemeinsam mit der 10C zu der Gedenkstätte in Bergen Belsen. Nach anderthalb Stunden Fahrt, hielten wir an der Soldatengedenkstätte in Becklingen, auch „Becklingen War Cemetry“ genannt. Dort waren ca. 2.500 Gräber von britischen Luftsoldaten, die damals gegen Hitler gekämpft hatten. Der Anblick der vielen Gräber war für uns erschreckender, als der Gedanke daran. Die Vorstellung an die 2.000 Leichen ließ uns großes Mitgefühl verspüren.
Daraufhin fuhren wir weiter zur Gedenkstätte. In unseren jeweiligen Gruppen, begleitet von einer Mitarbeiterin der Gedenkstätte und unserem GL Lehrer Herr Ziegler, wurden uns viele Einzelheiten erklärt. Uns wurde wieder klar, dass nicht nur Juden in den KZ’s eingesperrt und gefoltert wurden, sondern hauptsächlich Andersdenkende. Wir lernten viel über das Grundstück und das damalige Leben der Gefangenen, während wir uns die Massengräber von Nahem anschauten. Unsere Begleitperson erzählte uns von dem Abriss der Gebäude in den die schrecklichen Taten begangen wurden. Wir beide fühlten das Leid, den Schmerz und die Hoffnungslosigkeit der Menschen. Das KZ Bergen Belsen unterschied sich von vielen anderen, da die Leute dort ein qualvolles Leben und einen langsamen Tod starben. Nach einer kurzen Pause, waren wir bei unserer letzten Station, nämlich der Ausstellung angelangt. Wir wurden vor den abstoßenden Fotos und Filmen die damals die Briten nach der Befreiung aufgenommen hatten, gewarnt. Eine halbe Stunde später, die wir dort verbrachten, verabschiedeten und bedankten wir uns für die Gastfreundlichkeit und die Geduld.

Bei dem Rundgang durch die Gedenkstätte traf die Gruppe der 10f die bekannte Sängerin aus Amerika Ute Lemper. Sie war mit ihrem Drehteam in Bergen Belsen auf Spuren ihrer mexikanischen Produzentin, deren Verwandtschaft hierher deportiert wurde. Für die Gruppe 10f war es ein lebensnahes authentisches Erlebnis auf dem Weg der Vergangenheitsbewältigung einer geflüchten Familie nach Mexiko City.

Diese informative Veranstaltung hatte das Ziel, den Jugendlichen mit historischen Denkstätten
auf die Zeit ihrer Großväter aufmerksam zu machen, Kriegsgeschehen zu reflektieren und Erinnerungskultur zu wecken.


Hiermit bedanken wir uns auch im Namen der beiden Klassen bei unserem Schulleiter und unseren Lehrern, die uns diese wertvolle Reisen ermöglicht hatten.

Bericht von Diema Sulaiman und Jocelyne Eldek (10F)