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09.12.2020

Auf den Spuren jüdischen Lebens in Bielefeld

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Schüler*innen des 10. Jahrgangs der Friedrich Wilhelm Murnau-Gesamtschule machten im Ergänzungsunterricht „Gesellschafter“ eine besondere Stadtführung. Dr. Barbara Frey führte die Jugendlichen an Orte, die an die NS-Vergangenheit und die Judenverfolgung in Bielefeld erinnern.

Auf dem Foto steht die Gruppe vor der Wäschefabrik Juhl & Helmke, die bis 1938 der jüdischen Familie Juhl gehörte. Heute ist dort das Museum Wäschefabrik.

Im Rahmen des Projekts MyHistoryMap-OWL, das in Kooperation mit Haus Neuland durchgeführt wurde, setzten die Jugendlichen sich vor ihrem Stadtrundgang mit der Schreckensherrschaft des Nationalsozialismus in Ostwestfalen-Lippe auseinander, der auch viele jüdische Menschen aus Bielefeld zum Opfer fielen. Im vorbereitenden Seminar wurde thematisiert, wie der Nationalsozialismus entstehen konnte, was während der NS-Zeit in Ostwestfalen-Lippe passierte und wie Opfer wie z.B. Karla Raveh die NS-Zeit erlebten.

Auch grundsätzliche Fragen, wie sich zum Beispiel Diskriminierung und Rassismus entwickeln und welche Handlungsmöglichkeiten der Einzelne und Gruppen dagegen haben, wurden im Seminar diskutiert. Die Schüler*innen setzten sich auch mit der Frage auseinander, was sie tun können, damit sich derartiges niemals wiederholt.

Nach dem Stadtrundgang erstellten die Jugendlichen unter Anleitung der Teamer in Haus Neuland ein selbstgewähltes Medien-Produkt in Form eines Podcasts und eines Videos, in dem sie ihre Erfahrungen und Erkenntnisse, die sie durch das Projekt gewinnen konnten, präsentieren.

Diese Ergebnisse werden im Laufe der Woche zusammen mit vorherigen Gruppenprodukten auf einer interaktiven Karte veröffentlicht – der HistoryMap OWL.