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Ein Auslandsjahr
mit Hilfe eines Stipendiums der Stiftung Elgeti

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Träume
Nach dem 10. Schuljahr für ein Jahr in das Ausland zu gehen, z.B. ein englischsprachiges Land zu erkunden, die Sprache fließend zu lernen und den eigenen Horizont zu erweitern - das ist ein Traum, den viele gern verwirklichen möchten.
In den vergangenen Jahren haben sich mehrere Schülerinnen und Schüler unserer Schule diesen Traum erfüllen können. Nahezu ausnahmslos haben diese Austauschschüler positive Erfahrungen gesammelt (siehe dazu die beigefügten Erlebnisberichte von Ina Kretzschmer und Edith Sölter) und möchten dieses Jahr nicht mehr missen.

Kosten
Als Lehrer wissen wir, dass diese Wünsche in vielen Fällen nicht verwirklicht werden können, da ein solches Austauschjahr mit einer erheblichen finanziellen Belastung verbunden ist. Da sind zum einen die festen Kosten für Flug, Schulgeld und Unterbringung in einer Gastfamilie, die - als Gesamtpaket von verschiedenen, z.T. gemeinnützigen Organisationen gestaltet - sich je nach Gastland auf ca. 6000 - 8000 Euro belaufen. Hinzu kommen aber auch weitere Aufwendungen für Versicherungen, Visumskosten, evtl. Schuluniformen und Taschengeld.

Eine Lösung
Für die Schüler unserer Schule gibt es seit fast 10 Jahren die nahezu einzigartige Gelegenheit, sich um Stipendien zu bewerben, die ausschließlich für die Schülerinnen und Schüler der Friedrich Wilhelm Murnau-Gesamtschule gedacht sind. Diese Stipendien werden jedes Jahr von der Stiftung Elgeti vergeben. Das bedeutet:
Diese Stiftung übernimmt für Schülerinnen oder Schüler unserer Schule, die mit AFS interkulturelle Begegnungen e.V. reisen und die festen Kosten selbst nicht aufbringen können, diese teilweise oder sehr weitgehend. Voraussetzung sollte sein, dass man nach dem Auslandsjahr die gymnasiale Oberstufe besucht. Das Stipendium hat bereits mehreren Schülerinnen und Schülern einen Aufenthalt im Ausland ermöglicht. Im Schuljahr 2008/2009 z.B. verbrachten insgesamt 7 Schülerinnen und Schüler unserer Schule ein Jahr im Ausland, von denen mehrere ein Teilstipendium erhalten haben. Im Schuljahr 2013/2014 ist eine Schülerin in Japan und ein Schüler in Peru. Die Zielländer liegen in allen Teilen der Welt - dazu gehören z.B. die USA, Brasilien, Paraguay, Ägypten, Thailand und andere. Interessenten können zu Beginn ihrer Bewerbung ihre Wunschländer angeben. Auch für das Schuljahr 2014/2015 haben sich 3 Interessenten beworben.

Informationen
Im Laufe des 9. Jahrgangs werden alle Schülerinnen und Schüler unserer Schule über das Auslandsjahr informiert. Zu Beginn des 10. Schuljahres findet ein Informationsabend für alle Interessierten und ihre Eltern statt; Bewerbungsunterlagen werden bereits vorher ausgegeben - und dann kann es auch schon losgehen. Ansprechpartner für alle Fragen rund um das Auslandsjahr und das Stipendium ist Walter Droste. Ihr könnt euch jederzeit an ihn wenden.


Mein Austauschjahr in Paraguay - Ina Kretzschmer
Hi,
mein Name ist Ina Kretzschmer und ich bin 16 Jahre alt.
Im Juli 2012 bin ich mit AFS für ein Jahr nach Paraguay geflogen, ich war schon immer sehr reiselustig und ein Jahr in einem anderen Land zu verbringen war die beste Entscheidung, die ich bisher getroffen habe.
Seitdem in meiner Schule das Auslandsjahr angeboten wurde, war ich sehr interessiert und als es dann endlich fest stand, dass ich diese Reise wirklich machen würde, habe ich einen Traum in Erfüllung gehen sehen. Dabei war die Unterstützung durch das Stipendium der Studienstiftung Elgeti sehr hilfreich.
Bevor es dann losging musste ich mich erst einmal durch einen Haufen Papierkram kämpfen, aber davon sollte man sich nicht abschrecken lassen, es gehört wohl dazu und es lohnt sich auf jeden Fall!
Jetzt muss ich schon in ein paar Wochen zurück nach Deutschland, aber ich habe eine super Zeit hier verlebt!
Der Anfang war wegen der geringen Sprachkenntnisse etwas kompliziert, aber meine Familie hat mir sehr geholfen und dadurch habe ich mich schnell einleben können und viele nette Menschen kennen gelernt.
Die ersten Tage haben sich angefühlt wie ein Traum und noch immer kann ich es nicht wirklich glauben, dass ich hier bin. Plötzlich war ich in einem Land, das so weit von meiner Heimat weg liegt, Papageien flogen über meinen Kopf, die Bäume hingen voll mit exotischen Früchten und die Sonne schien den ganzen Tag.
Nach den ersten Tagen unter Kulturschock habe ich angefangen mich einzugewöhnen, nach einer Woche ging ich schon in die Schule, dort wurde ich von allen sehr nett aufgenommen und sie haben sich sehr bemüht, dass ich möglichst viel verstehe und an meinem Geburtstag sogar eine kleine Überraschungsfeier für mich in der Schule veranstaltet, mit Kuchen und einem für Paraguay typischen Essen.
Nach einigen Monaten war ich dann ganz angekommen und habe mich wirklich heimisch gefühlt. Wenn ich die Straße hoch zu dem Haus meiner Gastfamilie gegangen bin, wurde ich von allen Nachbarn gegrüßt und bin fast immer zu einem kleinen Schwätzchen mit der Besitzerin eines kleinen Ladens stehen geblieben. Nach der Schule habe ich viel mit Freunden unternommen und am Wochenende immer mit meiner Familie!
Einige wirklich schöne Erlebnisse waren z.B. ein Zombie-walk durch Asuncion, der Hauptstadt von Paraguay, an dem ich mit einigen Freunden teilgenommen habe, oder eine Reise auf das Land mit Leti, einer wirklich guten Freundin, die mich eingeladen hatte. In den Sommerferien, die hier 3 Monate dauern, bin ich viel herumgereist in den unglaublich günstigen Bussen. Mit einem sehr guten Freund habe ich viele Tagestrips unternommen und die wunderschöne und exotische Natur Paraguays kennen gelernt. Mit meiner Familie bin ich auch ein wenig verreist, innerhalb von Paraguay und zwar nach Encarnacion, eine Stadt, in der die Familie meiner Gastmutter lebt und die nah an einem Fluss liegt und wunderschön zum spazieren und kennenlernen ist. Die Reise zu den Wasserfällen war auch ein Höhepunkt und das Arbeiten bei "Corazones abiertos", einer Freiwilligenorganisation, auch!
Unmöglich kann ich alles aufzählen, was mir hier passiert ist, aber eins kann ich sagen, ich hatte keinen einzigen wirklich schlechten Moment und auch die Sorge, dass ich meine Familie und Freunde unheimlich vermissen würde, war unbegründet, da ich mir hier die ganze Zeit sicher sein konnte, das ich sie in einem Jahr wieder sehen werde würde.
Alles in einem habe ich hier ein 2. Zuhause gefunden und es war das für mich bisher aufregendste, lehrreichste und schönste Jahr in meinem Leben, ich hoffe, es folgen noch viele ähnliche Erfahrungen!
Mittlerweile bin ich im 12. Jahrgang der Friedrich Wilhelm Murnau - Gesamtschule. Ich hatte mich dafür entschieden, in meinen alten Jahrgang zu gehen, der in der Zwischenzeit die 11. Klasse hier in Deutschland absolviert hatte. Der Übergang hat mir kaum Schwierigkeiten bereitet und jetzt geht es mit Riesenschritten auf das Abitur zu.
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Ina4   Ina5  

Mein Austauschjahr in den USA - Edith Sölter
Mein Interesse ein Austauschjahr zu machen wurde das erste Mal in der Schule geweckt, als von einem Stipendium extra für Schüler der Gesamtschule Stieghorst berichtet wurde. Zunächst dachte ich nur darüber nach, doch schnell wusste ich, dass ich das unbedingt tun wollte und kurz darauf bewarb ich mich auch schon. Zwischendurch bekam ich zwar ein mulmiges Gefühl, wusste aber immer, dass ich die richtige Entscheidung getroffen hatte und bereue dies bis heute nicht.
Bei den organisatorischen Dingen bekam ich tatkräftige Unterstützung von Lehrern, der begleitenden Organisation und ehemaligen Austauschschülern und so waren diese Formalitäten schnell erledigt und ich konnte mich nun ganz auf mein bevorstehendes Jahr im Ausland vorbereiten. Der erste Kontakt zu meiner Gastfamilie war schnell hergestellt und zunächst noch ein wenig unbeholfen. Als ich dann aber die letzten Tage in Deutschland mit Verabschiedungen und Packen beschäftigt war, wurde ich von der Aufregung überwältigt und konnte es kaum noch erwarten dieses Abenteuer anzutreten. Obgleich mir der Abschied von meiner Familie und meinen Freunden schwer fiel, war ich gespannt und neugierig auf meine neue Familie. Nach einem kurzen Einführungsseminar über Kultur, Land und Leute lernte ich sie auch schon kennen. Ich hatte zwei Gastschwestern, von denen eine aufs College ging, so dass ich in ihr Zimmer einziehen konnte. Sie sah ich nur selten, aber trotzdem hatten wir ein gutes Verhältnis. Meine andere Gastschwester oder besser: "Schwester", war ungefähr in meinem Alter und wir verstanden uns auf Anhieb. Auch mit den Eltern hatte ich sofort ein familiäres Verhältnis und ich fühlte mich pudelwohl in meiner neuen Heimat.
In den ersten Wochen lernte ich eine kaum zu bewältigende Menge an Leuten kennen, die alle unglaublich aufgeschlossen und freundlich waren. Auch in der Schule wurde ich sofort aufgenommen und da meine Schule recht übersichtlich war, kannte mich schnell jeder und wollte mal mit mir reden und mich kennen lernen. Die große Neugier verschwand nach einigen Wochen und ich wurde ein fester Bestandteil meiner High School. Ich hatte einen festen Freundeskreis und wir verbrachten Pausen und Freizeit zusammen - oft mit sportlichen Aktivitäten wie Football und Baseball.
Darüber hinaus wurde die Kirche immer wichtiger in meinem Leben in den USA. In den USA ist das aber anders als hier in Deutschland. Es gab regelmäßig sportliche Veranstaltungen wie zum Beispiel: Softball, Eislaufen und Basketball. Des Weiteren bin ich auf Fahrten wie z.B. den alljährlichen Skiausflug mitgefahren, was sehr viel Spaß gemacht hat.
Während meines Jahres sind meine Familie und ich viel gereist und so lernte ich einen Großteil des Südens kennen. Wir waren in Dallas, Memphis, New Orleans und vielen anderen Städten und ich lernte die Kultur der Südstaatler richtig kennen.
Das Jahr ging schnell um und bald standen der Abschlussball und die großen dreimonatigen Ferien bevor und ich fing an zu realisieren, dass meine Zeit in den USA auf das Ende zuging. Deshalb entschloss ich mich meinen Aufenthalt um einen Monat zu verlängern um so noch die Gelegenheit zu haben den "amerikanischen Sommer" zu genießen und noch einmal eine andere Seite des amerikanischen Schuljahres kennen zu lernen. An meinem letzten Abend wurde eine Abschiedsfeier für mich organisiert, sodass ich mich von allen verabschieden konnte. Die Nacht verbrachte ich bei meiner Gastschwester und wurde am frühen morgen von meinen engsten Freunden nochmals verabschiedet und fuhr dann zusammen mit meiner Gastfamilie zum Flughafen. Dieser Abschied fiel mir zwar sehr schwer, da es ungewiss war, wann ich diese mir ans Herz gewachsenen Menschen wieder sehen würde, aber um nichts in der Welt würde ich dieses Jahr eintauschen wollen und zähle es eindeutig zu den besten meines bisherigen jungen Lebens.
Das Jahr war aufregend abwechslungsreich und vor allem ein Schritt in Richtung Selbstständigkeit. Außerdem habe ich Freunde fürs Leben gefunden, die ich nicht missen möchte. Deshalb kann ich nur jedem, der die Chance hat ein Austauschjahr zu machen, raten diese auch wahr zu nehmen.

12/2013
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